24. Mai 2020
fast pünktlich zum 40. todestag von ian curtis mache ich mich an jon savages viel gelobtes joy division-buch. leider kann ich nicht sagen, dass mich die lektüre besonders begeistert hat. eher das gegenteil ist der fall. dies hat allerdings weniger mit der geschichte selbst, um deren unschönen verlauf ich natürlich wusste, sondern eher mit der art ihrer präsentation zu tun. // savage erzählt nicht, sondern kompiliert interviewpassagen von zeitzeug*innen - ehemaligen weggefährt*innen,...
10. Mai 2020
ich gebe es nur ungern zu, aber mein lesepensum hat in letzter zeit ziemlich gelitten. obwohl mangels alternativen eigentlich genug zeit für dicke schwarten wäre, fehlen mir abends und an den wochenenden meist lust und konzentration, um mich auf längere texte einzulassen. umso erfreulicher, dass ich durch einen tipp von h. auf das buch von silvia tennenbaum aufmerksam wurde. seit langem mal wieder eine lektüre, auf die ich spontan lust hatte - und die mich nicht enttäuschte. // das buch...
12. März 2020
ui, denke ich, da bin ich wohl zu früh. keine fünf nasen sitzen im mtc an der theke und es sieht so aus, als ob die bands gerade erst aufbauen. tatsächlich aber ist die vorband schon fertig (20:30 h!) und trägt gerade ihren krempel raus. naja, abwarten, es werden sicher noch ein paar leute kommen, so meine vermutung. fehlanzeige, ich bin offenkundig der letzte zahlende gast gewesen und inkl. personal und teilen der vorband werden den ganzen abend nicht mehr als 15 personen anwesend sein. so...
11. März 2020
the restarts auf der, von ihnen so benannten ‚we spread the illness‘ (höhö)-tour 2020. auf platte nicht unbedingt meine tasse tee, aber live geht das schon in ordnung. und nach einem wochenende auf dem sofa bin ich ohnehin nicht wählerisch. also mache ich mich im dauerregen auf nach essen. als ich - mehr alkohol statt krachwerk heißt der gute vorsatz! - mit einem gin tonic in der hand den club betrete, spielen die subversive brats aus düsseldorf gerade den ersten ton. knüppeliger...
05. März 2020
geplant war eigentlich, die neue powerpop-hoffnung aus london im wageni zu besichtigen. bei wetter und regen ist das allerdings immer so ne sache und eher was für die hartgesottenen. also nix für mich. statt dessen: heimspiel im waldmeister, wo hc, emo und punk auf dem programm stehen. statt der angekündigten drei bands gibts zwar nur zwei, aber das ist auch vollkommen ausreichend. den anfang machen watching tides aus berlin. klassischer emo-hc würde ich das nennen. technisch sehr versiert,...
03. März 2020
um das schlafdefizit vom wochenende noch ein wenig in die arbeitswoche zu verlängern, schaue ich am montag im waldmeister vorbei. bei den letzten auftritten hatte ich nervus verpasst, aber heute will ich mir die gelegenheit nicht entgehen lassen. als ich gar nicht mal so spät im waldi aufschlage, ist die vorband she danced slowly schon zugange. das trio aus bremen gibt postpunkigen indieemoirgendwas mit starkem bass und gefällt mir ganz gut. // in der pause dann die erste runde am neuen...
01. März 2020
berlinbesuch, tag 2. dieses mal mit arbeit vor dem vergnügen. zur belohnung (und mangels alternative) geht es am abend in die freak show. obwohl die band des abends schon ein paar platten draußenhat, kennen weder h. noch ich auch nur einen song. das probehören lassen wir trotzdem ausfallen und gehen statt dessen was essen. die katze im sack erweist sich dann aber als durchaus ok. der name melanculia passt auf jeden fall gut zur musik. zurückgenommener angewavter indierock mit einer...
01. März 2020
freund h. ist zum arbeiten aus berlin angereist. aber da arbeit bekanntlich nicht alles ist, gehts abends erst mal zu den vibrators in die tube. zuvor machen wir station beim sehr leckeren und (virusbedingt?) erstaunlich leeren chinesen. // im tube macht eine namenlos gebliebene (sorry!) vorband aus düsseldorf den anfang. dem mitgebrachten fanclub gefällts, uns weniger. insbesondere die auf deutsch gesungenen stücke erinnern mich unangenehm an den pathosrock der broilers. also ab nach...
27. Februar 2020
die beschreibung - als mischung aus punk, psych und prog wurden sie angekündigt - klingt schon interessant, kann aber das was kommen sollte, nicht mal ansatzweise erfassen. boscomujo aus brooklyn rocken mal eben das haus und hinterlassen ein begeistert-ungläubiges waldmeister. brutal sägender hardcoriger punk mit ordentlich noiseanteilen und bisweilen regelrecht opernhaft anmutendem kreischgesang wird in einer show dargeboten, die in sachen power und exzentrik nur schwer zu toppen sein...
19. Februar 2020
nach nem kurzen durchhänger (los oder auf dem sofa verrecken?) mache ich mich doch auf nach bochum. eine gute idee, wie sich zeigen wird. eine gute idee ist es auch, mich warm anzuziehen, denn im wageni ist es erwartbar eisig. die zeit bis zum beginn verbringe ich folgerichtig hauptsächlich mit frieren. more kicks aus london spielen dann flotten, eingängigen powerpop vor gut gefülltem haus. irgendwie habe ich das schon tausend mal gehört, aber deswegen muss es ja keineswegs schlecht sein....

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