angelic upstarts & chelsea | stone | 21.09.2019

viel spräche dagegen: ich bin nicht so in form, die düsseldorfer altstadt am wochenende, das stone, die aussicht auf bands, die mit dem original nur noch den namen gemeinsam haben... die liste ließe sich verlängern. andererseits stehe ich schon sehr auf die alten englischen bands und die upstarts standen auf der liste meiner (jugendlichen) lieblingsbands immer ziemlich weit oben. also entscheide ich mich trotz schlechter ausgangslage für einen ausflug ins herz der finsternis. // chelsea spielen einmal die hits rauf und runter und sind besser als erwartet. für mein lieblingslied gibts sogar ein extraherzchen. in der pause ein bisschen geplauder mit der sehr angetrunkenen d. mit ihr habe ich vor mehr als 35 jahren den eingang zum kaninchenbau punk entdeckt. überhaupt und nicht sehr überraschend besteht das publikum überwiegend aus menschen, deren punksozialisation schon ein paar jahre zurückliegen dürfte. // bei den upstarts ist es dann deutlich voller und auch die machen ihre sache gut. das hat zwar mit dem original nicht mehr viel zu tun (im grunde handelt es sich um eine angelic upstarts-coverband, bei der zufällig der originalsänger mitspielt) und auch die langen pausen nach jedem zweiten, dritten lied finde ich eher hinderlich, aber es ist doch schön, die alten sachen mal wieder live zu hören. zum ende gibts noch ein „if the kids...“-cover, was irgendwie schon gut passt, angesichts des vermutlich deutlich jenseits der 40 liegenden altersdurchschnitts des publikums aber auch ein wenig grotesk wirkt. insgesamt ein schöner abend. ach ja, köpi alkoholfrei und ich werden in diesem leben keine freunde mehr.