los placebos & mason arms | don‘t panic | 28.12.2019

nach gefühlten drei wochen, in denen hangoverblues und weihnachtsdepression nahtlos in einander übergehen, zieht es mich im alten jahr doch noch mal vor die tür. die konzertsituation ist leider mehr als mau, so dass es auf ska im don’t panic hinaus läuft. naja, in der not... // die mir gänzlich unbekannten los placebos feiern ihr 25-jähriges bühnenjubiläum. ich hege die hoffnung, dass damit zumindest alterstechnisch die schlimmste aller skavarianten, der launige oberschülerska ausgeschlossen werden kann. so schlimm, wie so was sein kann, ist es dann aber gar nicht. die vorband, mason arms aus köln, finde ich sogar richtig gut. sie spielen getragenen reggae/rocksteady der traditionellen sorte. sehr tight, sehr relaxed, sehr stilsicher. überraschend und, soweit ich sie verstehe, gut finde ich die deutschen texte. das ist erstaunlicher weise kein bisschen peinlich, sondern funktioniert ganz ausgezeichnet. klasse auftritt! die täte ich mir wieder ansehen. // leider kann diese höhe von den eigentlichen headlinern des abends nicht gehalten werden. los placebos spielen die sorte gute laune-ska, die mir nach kurzer zeit auf den wecker fällt. viel geschwindigkeit, viel gebläse und vor allem: unerträglich fröhlich. das sagt natürlich wenig über die qualität der band aus, die ihr handwerk ganz eindeutig gut versteht und sich ausweislich des doch ziemlich angetanen publikums in den letzten 25 jahren auch eine ordentliche fanbase zusammengespielt hat. das haus ist jedenfalls voll und begeistert. ich würde die bilanz des abends etwas zurückhaltender formulieren: für ska ganz ok.