peter and the test tube babies & battleme | hdj | 21.12.2019

das (mutmaßlich) letzte konzert des jahres bestreiten peter and the test tube babies im haus der (ewigen) jugend in düsseldorf. ihre weihnachtstour am jahresende ist mittlerweile eine kleine tradition geworden. wenn ich richtig zähle, ist dieses jahr das fünfte in folge. ich weiß also, was mich erwartet. und das ist: gute unterhaltung und eine gut aufgelegte band auf der einen, eine grundsolide show ohne musikalische überraschungen auf der anderen seite. was bei anderen bands anlass für böse vorahnungen böte, macht in diesem fall sogar den reiz des ganzen aus: peter weiß, warum wir da sind, peter gibt uns das, weswegen wir da sind und alle haben spaß dabei. ein fairer deal, würde ich sagen (wobei wir über die 26 euro eintritt noch mal reden müssten!). // so weit so vorhersehbar also. unsicherheit besteht einzig in der frage, in welchem outfit die band in diesem jahr auf der bühne stehen wird (legendär: alice im wonderland-verkleidung im turock vor drei oder vier jahren). dieses jahr haben sich die herren offenbar das jahr 1969 als motto auserkoren. der schlagzeuger ist als astronaut (neil armstrong?) verkleidet, während der gitarrist einen nicht näher bestimmbaren hippie mimt. sehr schön dann der bassist als überraschend echt wirkender charles manson und peter als bizarre ausgabe von sharon tate im blutüberströmten kleidchen und ausgestopftem babybauch. aua. // musikalisch gibts dann unüberraschender weise genau das, was zu erwarten war - und das ist natürlich gut. ok, ich gebs zu, mir reichen im grunde die stücke der ‚mating sounds...‘, dann bin ich zufrieden. alles andere ist beiwerk. keineswegs schlecht, aber kommt doch an die alten hits nicht ran. und weil peter ein profi ist, weiß er das auch, und gibt der meute (mir), was sie (ich) hören will. danke schön! // ach ja, die vorband. battleme spielen dreckigen rock‘n‘roll mit entsprechendem gepose und pornosonnenbrille. nicht schlecht, in einem anderem kontext bestimmt sogar gut, aber mir als vorband für ne punkband doch ein wenig zu off topic. ein guter abend mit anschließendem schlimmen absturz.