the great faults & stiller teilhaber | waldmeister | 10.01.2020

konzert mit freiwilliger selbstverpflichtung. soll heißen: alle haben spaß und ich stehe an der bar und verkaufe ihnen alkohol. das geht soweit absolut in ordnung, wäre nicht der raum hinter der theke der kälteste seit beginn der temperaturaufzeichnungen. obwohl ich um die thekensituation wusste und mich entsprechend warm gekleidet habe, bin ich nach ein, zwei stunden im kühlhaus vollkommen verfroren. das ist defintiv kein spaß! den nächsten thekendienst übernehme ich erst bei mindestens 15 grad außentemperatur oder verlange angemessene arbeitsbekleidung! // zur sache: der stille teilhaber eröffnet und präsentiert ein paar neue stücke, die mir wirklich außerordentlich gut gefallen. je schräger und sperriger er wird, desto besser finde ich ihn. auch die idee, den gig mit ein bisschen poetry zu eröffnen und auch später zwischen zwei songs ein launiges gedicht vorzutragen, finde ich toll. // nach kurzer pause betreten die sympathischen jungen männer von the great faults die bühne und knüpfen nahtlos an r. an. nicht unbedingt im engeren musikalischen sinne, aber eine gewisse sperrige eigenständigkeit prägt auch ihren auftritt. ihre musik ist irgendwo in der schnittmenge von indierock, pop, garage und rock angesiedelt, dabei durchaus eingängig ohne aber zu glatt zu sein. wenn es etwas zu meckern gibt, dann höchstens das doch sehr mager angetretene publikum. insgesamt werden es max. 20 nasen gewesen sein, die sich ins waldi verirrt haben. für einen freitag finde ich das schon ein bisschen dünn. immerhin, die großartigen fehler nehmens sportlich: lieber einen auftritt vor 20 leuten, denen es gefällt als vor 100, die nur quatschen und bier trinken.