rauchen & watching tides | waldmeister | 05.03.2020

geplant war eigentlich, die neue powerpop-hoffnung aus london im wageni zu besichtigen. bei wetter und regen ist das allerdings immer so ne sache und eher was für die hartgesottenen. also nix für mich. statt dessen: heimspiel im waldmeister, wo hc, emo und punk auf dem programm stehen. statt der angekündigten drei bands gibts zwar nur zwei, aber das ist auch vollkommen ausreichend. den anfang machen watching tides aus berlin. klassischer emo-hc würde ich das nennen. technisch sehr versiert, gut eingespielt und engagiert vorgetragen, aber eben emo und damit nicht so ganz mein fall. // in und nach der pause: rauchen. kreissäge, dampfwalze und presslufthammer geben den bollerigen hc-punk-takt vor und die sängerin keifschreit dazu unverständliches ins mikrofon. tatsächlich ist es schwer zu sagen, in welcher sprache sie eigentlich... nunja... singt. das einzige, was ich während des gesamten auftritts verstehe, ist das wort 'vaterland'. vermutlich wird sie also auf deutsch gesungen haben. // unangenehm wird es dann kurz vor schluss - wofür die band aber nix kann. eine handvoll trottel führt auf, was sie wohl für pogo halten. und das ist: brutal und rücksichtslos durch den raum pflügen und dabei möglichst vielen anwesenden auf den sack gehen. dumm tanzt doof! die sängerin spricht dann dankenswerterweise das aus, was vermutlich die meisten denken: auf so ne pimmelparty hier vorne haben wir nicht so viel bock. ich hätte es nicht schöner sagen können.