the restarts & subversive brats | don‘t panic | 10.03.2020

the restarts auf der, von ihnen so benannten ‚we spread the illness‘ (höhö)-tour 2020. auf platte nicht unbedingt meine tasse tee, aber live geht das schon in ordnung. und nach einem wochenende auf dem sofa bin ich ohnehin nicht wählerisch. also mache ich mich im dauerregen auf nach essen. als ich - mehr alkohol statt krachwerk heißt der gute vorsatz! - mit einem gin tonic in der hand den club betrete, spielen die subversive brats aus düsseldorf gerade den ersten ton. knüppeliger 80er-jahre hardcorestreetpunk mit angepisstem gesang. das funktioniert für ein paar lieder ganz gut, dann wirds mir doch etwas eintönig. ich kann mir also in ruhe ausmalen, was wohl droht, wenn jemand den VIRUS in den raum husten täte. besondere zurückhaltung bei körperkontakten kann ich bei den jungen leuten jedenfalls nicht erkennen. überhaupt, das corona-thema scheint gerade auch die konzertsäle (s.o.) zu erreichen und den allgegenwärtigen brexit-talk abzulösen. dumme sprüche und halblustige witze kann sich dieser tage offenbar keine band verkneifen. naja... // nach kurzer pause stehen dann die anarchopunks aus gb auf der bühne. flottes streetpunkgeschrubbe mit wechselndem gesang und gelegentlichen ausflügen in die off beat-welt. einmal quer durch das repertoire und einige stücke von der neuen platte werden gegeben. keine einwände. ok, die zwei, drei angeskaten stücke könnten sie sich von mir aus gerne sparen, aber ansonsten gibt es nicht viel zu meckern. abgesehen von dem fragwürdigen 'free palestine from the river to the sea' gequatsche gefallen mir auch die politischen ansagen ziemlich gut. klar, im grunde handelt es sich um selbstverständlichkeiten, aber dass sie auf die aktuelle scheiße in griechenland und anderswo aufmerksam machen, ist natürlich mehr als gerechtfertigt und kann von mir aus nicht oft genug betont werden. die zugabe lasse ich aus. ein guter dienstagabend.