thumper | mtc | 11.03.2020

ui, denke ich, da bin ich wohl zu früh. keine fünf nasen sitzen im mtc an der theke und es sieht so aus, als ob die bands gerade erst aufbauen. tatsächlich aber ist die vorband schon fertig (20:30 h!) und trägt gerade ihren krempel raus. naja, abwarten, es werden sicher noch ein paar leute kommen, so meine vermutung. fehlanzeige, ich bin offenkundig der letzte zahlende gast gewesen und inkl. personal und teilen der vorband werden den ganzen abend nicht mehr als 15 personen anwesend sein. so leer habe ich das mtc noch nie erlebt. immerhin werde ich später sagen können, thumper schon gesehen zu haben, als sie noch ein absoluter geheimtipp waren. aber, um ehrlich zu sein, so richtig umhauen tut mich der auftritt der sechs iren nicht. solide noisiger indierock mit gespür fürs poppige. sehr ok, aber nichts wirklich neues. und warum es dazu zwei schlagzeuge (!) und drei (!!) gitarren plus bass und eine stattliche zahl von effektgeräten braucht, erschließt sich mir nicht. am sound ist es jedenfalls nicht zu erkennen. klar, es sind komplexe strukturen, es fiept ordentlich und die bassdrums haben wumms, aber das habe ich so schon bei bands mit weit aus weniger equipment erlebt. und was zwei schlagzeuge sollen, wenn das bedienpersonal meistens exakt das gleiche spielt, wird auch das geheimnis der band bleiben. nunja, als leistungsshow der instrumenten- und effektgerätehersteller ganz beeindruckend, musikalisch eher durchschnitt. das virusbedingt mutmaßlich letzte konzert für einige zeit hatte ich mir etwas anders vorgestellt. aber die band vermutlich auch.