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fisch & oldrik | pitcher | 21.07.2021

mittwochnachmittag und sonnenschein - wie schön! insbesondere, wenn später sogar noch ein konzert ansteht. fisch & oldrik spielen im pitcher auf. mittlerweile habe ich die beiden schon einige male sowohl im vor- als auch im hauptprogramm gesehen und kann mich an keinen auftritt erinneren, der mir nicht gefallen hätte. gute aussichten also. gleichzeitig kann ich zum ersten mal die neu gestaltete fassade des pitcher in natura begutachten. ich will es mal so formulieren: die realistische darstellung der feuersbrunst dürfte manchem pyromanen einen wohligen schauer über den rücken jagen. ansonsten ists wohl geschmackssache. // nungut, am anfang steht wie immer dieser tage: testen! trotz mittlerweile doppelter impfung und gehört das nach wie vor zum pflichtprogramm, wenn ich unter leute gehe. pitcher-andy kontrolliert die hygienevorgaben auch ziemlich gewissenhaft (sehr gut!) und ist entsprechend angetan, dass wir nicht nur eines der drei verlangten gehs, sondern direkt zwei davon (g' also) vorweisen können. // nach ein paar bieren vor der türe geht es ziemlich pünktlich um achte los. die beiden hutträger spielen sich vor ca. 40 anwesenden einmal quer durchs repertoire. es gibt im wechsel stücke der 2019er-platte neubau und songs der beiden geplanten alben rohbau und umbau sowie ein, zwei neue stücke zu hören. bei nahezu jedem lied wechseln die beiden die instrumente: gitarre(n), kontrabass, mandoline, stehschlagzeug, so trommeldinger zum umhängen und ein glockenspiel kommen zum einsatz. das ist unterhaltsam und kurzweilig und selbst die melancholischeren und ernsthafteren lieder gefallen mir ausgesprochen gut. selbst, dass das ganze im sitzen stattfindet, stört in diesem fall nicht sehr, sondern erscheint geradezu stimmig. // aber, ich gebs zu, besonderes angetan bin ich wie immer von den eingedeutschten cover-songs, die sehr charmant und trotz der zum teil hoch hängenden messlatte kein bisschen cheesy daher kommen. es gibt stücke von den proclaimers, johnny cash (?), tv smith, cock sparrer und einem gewissen elvis presley. kritisch anzumerken wäre allenfalls, dass - wenn schon, denn schon - das lokalmatadore-cover eigentlich konsequenterweise in englisch hätte gespielt werden müssen, aber naja, da will ich nicht kleinlich sein. alles in allem ist das schon ein sehr, sehr gutes abendprogramm. wirklich großes kino ist dann das abschließende (dann tatsächlich überwiegend englisch vorgetragene) medley (ja, sagt man so!), in dem alle höhen und tiefen der internationalen popmusikgeschichte aus den 80er/90er jahren verwurstet werden. hut ab - gute unterhaltung, das!